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Herstellung von Stammzelltransplantaten und Zelltherapeutika für die Charité 2012: 
Im letzten Jahr wurden insgesamt ca. 300 Transplantate für den internen Bedarf hergestellt. Davon entfielen ca. 50 auf allogene Familienspender und ca. 250 auf autologe Transplantate. Zudem wurden 2012 bei insgesamt 85 Stammzelltransplantaten Spenderlymphozyten abgetrennt und die Präparate einer Qualitätskontrolle unterworfen.

Herstellung von Präparaten für externe Kliniken und Spenderegister 2012: 
Mehr als 500 Stammzelltransplantate wurden von uns für eine Transplantation ausserhalb der Charité, d.h. für auswertige Kliniken und Register, entnommen. Viele der Stammzellen wurden von Behandlungszentren in aller Welt zur Behandlung von Patienten mit Leukämien und anderen lebensbedrohlichen Krankheiten transplantiert.

1. Entnahme von Stammzellen

Die Entnahme von Stammzellen durch Leukapherese oder Punktion von Knochenmark ist die Grundlage unserer Arbeit. Wir stehen nicht nur den Kliniken von Charité und Vivantes, sondern auch externen Klinika und gemeinnützigen Einrichtungen zur Verfügung, um Stammzelltransplantate von Familienangehörigen, unverwandten Spendern oder auch patienteneigene Stammzellen sicher, verläßlich und nach neuestem Stand der Medizin zu entnehmen. Die entnommenen Stammzellen werden zumeist Menschen übertragen, die an einer schwerwiegenden Erkrankung leiden.

3. Klinische Zelltherapie

Der klinische Einsatz sowohl von erprobten als auch von neuartigen und innovativen Zelltherapeutika zur Behandlung von Tumoren, Infektionen und GvH-Erkrankung ist unsere medizinische Kernaufgabe. Als Teil eines Universitätsklinikums ist unsere Funktion dabei vor allem die Erprobung von neuartigen Therapien im Rahmen von klinischen Studien sowie der Vergleich mit herkömmlichen Behandlungsansätzen, um Sicherheit und Wirksamkeit von Zelltherapien verläßlich beurteilen zu können.

2. Herstellung von Zelltherapeutika

Die Herstellung von Zelltherapeutika beinhaltet die Weiterverarbeitung von Stammzelltransplantaten und Leukapheresaten mit bio- und gentechnologischen Verfahren unter den Bedingungen der "guten Herstellungspraxis" (Good Manufactoring Practice, GMP). Ziel ist die Produktion von individualspezifischen Therapeutika zur Behandlung von Krebserkrankungen und lebensbedrohlichen Infektionen. Hierbei kommen auch neuartige Herstellungsverfahren zum Einsatz, die gemeinsam mit Wissenschaftlern und Experten aus anderen akademischen Einrichtungen entwickelt worden sind.

3. Forschung und Entwicklung

Gemeinsam mit Arbeitsgruppen aus verschiedenen Bereichen der Medizin und der immunologischen und biologischen Grundlagenforschung arbeiten wir an der Entwicklung neuer, effektiver und nebenwirkungsarmer Zelltherapeutika. Das ist nur auf der Basis von umfangreichen präklinischen Untersuchungen möglich. Wir arbeiten mit verschiedenen Tiermodellen, um neue Therapieformen zu entwickeln und im Experiment zu testen. Mit Hilfe dieser entwickeln wir neue zelltherapeutische Ansätze sammeln erste Informationen über ihre Sicherheit und Wirksamkeit.